Eine optische Fehlstellung der Beine kann durch eine ungleichmäßige Fettverteilung im Unterschenkelbereich entstehen. Dadurch können die Beine unproportional und ästhetisch unausgewogen wirken. Solche Veränderungen lassen sich unter bestimmten Voraussetzungen durch eine ästhetische Beinkorrektur behandeln.

Bei Frauen wird die ästhetische Korrektur von O-Beinen häufig durchgeführt, um eine harmonischere und wohlgeformte Beinkontur zu erreichen. Bei Männern steht dagegen oftmals der Wunsch nach kräftigeren und muskulöser wirkenden Unterschenkeln im Vordergrund. Bei dieser Form der ästhetischen Beinkorrektur werden keine Eingriffe an den Knochen vorgenommen.

Behandlung

Für die ästhetische Korrektur von O-Beinen stehen grundsätzlich zwei Methoden zur Verfügung: die Eigenfettunterspritzung und das Einsetzen von Silikonimplantaten.

Ästhetische Beinkorrektur mit Eigenfett: Bei dieser Methode wird Fettgewebe aus dem Oberschenkel entnommen, entsprechend aufbereitet und anschließend gezielt in die Innenseite der Waden injiziert. Dadurch kann die Beinkontur entsprechend den individuellen ästhetischen Wünschen ausgeglichen werden.

Ästhetische Beinkorrektur mit Silikonimplantaten: Diese Behandlungsmethode wird bevorzugt, wenn der Körper des Patienten nicht über ausreichend Fettgewebe für eine Eigenfetttransplantation verfügt. Sie eignet sich insbesondere für schlanke Personen. Über einen kleinen Hautschnitt unterhalb des Knies werden Silikonimplantate im Bereich der inneren Wadenmuskulatur eingesetzt. Die bei dieser Beinkorrektur verwendeten Implantate weisen strukturelle Ähnlichkeiten mit Implantaten auf, die bei Brustoperationen eingesetzt werden.

Die ästhetische Beinkorrektur ist ein vergleichsweise unkomplizierter chirurgischer Eingriff. Die Operationsdauer beträgt durchschnittlich etwa 1 bis 1,5 Stunden. In der Regel wird die Behandlung unter Vollnarkose durchgeführt.

Heilungsverlauf nach einer ästhetischen O-Bein-Korrektur

  • Nach einer ästhetischen Beinkorrektur können Patienten unter geeigneten Voraussetzungen noch am selben Tag aus dem Krankenhaus entlassen werden.
  • Nach der Operation können im behandelten Bereich Schwellungen auftreten, die zunächst zunehmen können. In vielen Fällen gehen diese innerhalb von etwa einer Woche deutlich zurück.
  • In den ersten 1 bis 2 Wochen nach der Operation sollten Patienten längeres Stehen möglichst vermeiden. Auf sportliche Aktivitäten sollte für ungefähr 1 bis 1,5 Monate verzichtet werden.
  • Nach dem Eingriff wird häufig empfohlen, für etwa 2 bis 3 Wochen spezielle Kompressionskleidung und medizinische Kompressionsstrümpfe zu tragen.